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Corona-Forschung Aktuell

Aktuelles Forschung

Corona Impfstoff

Bereits vor Weihnachten, am 21.Dezember 2020, hat die Europäische Arzneimittelagentur EMA in Amsterdam über die Zulassung des Corona Impfstoffs der Hersteller PFIZER und BIONTECH entschieden.

Nun gibt EMA bereits den nächsten wichtigen Termin bekannt. Voraussichtlich in der ersten Januarwoche 2021 soll ein weiterer Impfstoff, das Vakzin des Herstellers MODERNA, seine Zulassung erhalten. Er wäre damit der zweite Impfstoff, der in der EU auf den Markt kommt.

Der Impfstoff soll eine Wirksamkeit von 95% nach zwei Impfungen erreichen.

Zu Beginn der Impfungen sollen vor allem Seniorinnen/Senioren ab 80 Jahren, Mitarbeiter von Pflege- und Altenheimen und Medizinisches Personal geimpft werden Anschließend Personen ab 70 Jahren, Demenz Erkrankte und Bewohner von Obdachlosen- und Asylbewerberunterkünften.

Geplant sind bundesweite Impfzentren, um logistische und organisatorische Probleme zu minimieren.

Für den Aufbau der Immunisierung werden zwei Impfdosen im Abstand von wenigen Wochen erforderlich sein.

Die Impfung soll für alle Impfwillige, unabhängig von ihrem Versicherungsstatus, kostenlos sein. Aktuellen Umfragen zufolge ist z.Zt. etwa die Hälfte der Bundesbürger bereit, sich impfen zu lassen.

Eine Impfpflicht soll es nicht geben.


Update vom 18. Dezember 2020

Wenige Tage vor dem Start der Coronoa-Impfungen hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn um Geduld in der Bevölkerung gebeten. Es gäbe nicht genügend Impfstoff, um alle zeitgleich impfen zu können. Die Impfverordnung gilt rückwirkend zum 15. Dezember 2020.

Es werde jenen die Schutzimpfung angeboten, die sie im Besonderen benötigen.

Entgegen der Empfehlung der STIKO (Ständige Impfkommission, 6 Stufen), nennt Spahn 4 Gruppen.

In dieser Reihenfolge sollen die Impfungen vorgenommen werden:

Gruppe 1:      

  • Bewohner und Bewohnerinnen von Pflegeeinrichtungen,
  • PflegerInnen und MitarbeiterInnen in den Pflegeeinrichtungen,
  • Menschen über 80                                                                                                    
  • Personen ,die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem sehr hohen Expositionsrisiko in Bezug auf SARS-CoV-2 tätig sind.

Gruppe 2:  

  • Menschen über 70
  • Personen mit Trisomie 21, mit Demenz oder einer geistigen Behinderung sowie Personen nach einer Organtransplantation
  • Ärzte und Medizinisches Personal mit unmittelbarem engen Patientenkontakt
  • Polizei und Ordnungskräfte mit besonderen Aufgaben bei z.B. Demonstrationen
  • Bewohner von Obdachlosenheimen, Flüchtlingsheimen, Asylunterkünften.

Gruppe 3:       

  • Menschen über 60 und chronisch Kranke
  • Personen aus Verfassungsorganen, Regierungen und Verwaltungen, Streitkräfte, Polizei, Zoll, Feuerwehr, Katastrophenschutz, Techn. Hilfswerk und Justiz
  • Personen in weitern Unternehmen wie Apotheken, Laboren, Pharma- und Ernährungswirtschaft, Transport- und Verkehrswesen, Energie- und Abwasser-Entsorgung, Abfallwirtschaft und weitere mehr.

Alle anderen Menschen bat Spahn um Geduld.

Die Menge des verfügbaren Impfstoffs mag im ersten Quartal 2020 weiter steigen, um damit die Situation zu entspannen.
Alle Impfberechtigten werden informiert, wann für sie die Impfung starten wird.

Menschen mit chronischen Erkrankungen benötigen für die Impfung vorab ein ärztliches Zeugnis, zu deren Ausstellung Arztpraxen berechtigt sind. Der Nachweis der Einstufung als „Risikopatient“ muss noch geklärt werden.