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Krebsverdächtiger Stoff im Gläschen


Hauptsache der Brei ist schadstoffrei und schmeckt.

Spätestens ab dem 7. Monat braucht das Baby mehr als Milch. Wer den Babybrei nicht selbst kochen will, greift zu praktischen Fertigbreien im Gläschen. Doch bei der Gemüse-Fleischbrühe-Variante ist Vorsicht geboten, warnt Ökotest.

Furangehalt erhöht

Ein Babybrei sollte vor allem gesund und schadstofffrei sein Leider trifft das laut Ökotest für viele Gemüse-Fleischbrühe-Zubereitungen nicht zu. 20 Breie haben die Tester*innen unter die Lupe genommen, und keines der getesteten Produkte war völlig frei von Furan. Dieser Stoff wird von der WHO als möglicherweise krebserregend eingestuft.

Ein gewisser Furangehalt ist in den Gläschen bisher nicht vermeidbar, erklärt Ökotest. Das liegt an den speziellen Produktionsprozessen, vor allem an der Sterilisation der Fertigbreie. Doch immerhin war der Furangehalt in einigen der getesteten Breie sehr niedrig. Bei zwölf Breien bewerteten die Tester*innen ihn jedoch als erhöht (diese Breie schnitten bestenfalls „befriedigend“ ab).

Um den Furangehalt zu senken, hat Ökotest einen Tipp: Das Gläschen offen warm machen. Dann verflüchtigen sich 15 bis 30% des kritischen Stoffs.

Falsche Versprechungen fürs Babygehirn

Auch in puncto Eisen gab´s Kritik von Ökotest. Ein Hersteller setzt Eisendiphosphat zu, was in den Augen der Tester*innen überflüssig ist. Sie raten zu Eisen aus natürlichen Quellen, von denen es ausreichend gibt – wie beispielsweise Fleisch. In drei anderen Breien war der Eisengehalt geringer als erwartet – obwohl es sich um Gemüse-Fleischbrühe handelte.

Einige Breie werben mit der Zugabe von Alpha-Linolensäure, die „zur Entwicklung von Gehirn und Nervenzellen beiträgt“. Das in den Produkten steckende Rapsöl wird vom Babyorganismus zu Omega-3-Fettsäuren verstoffwechselt. Die umgewandelte Menge ist allerdings sehr niedrig und nicht geeignet, das Baby ausreichend mit Omega-3-Fettsäuren zu versorgen.

Von drei Breien rät Ökotest ab

Insgesamt erhielten sechs Breie die Note „gut“, darunter drei Alnatura-Breie von Demeter, Babydream Pastinaken mit Reis und Pute, Dm Bio Fenchel-Pastinake mit Couscous und Huhn sowie Edeka Bio Pastinaken Kartoffeln & Rind. Sie alle hatten einen nur niedrigen Furangehalt und kaum weitere Mängel.

Acht Gläschenbreie waren befriedigend, drei ausreichend. Von drei Zubereitungen rät Ökotest ab. Eine war ungenügend – unter anderem aufgrund erhöhter Nitratwerte — und zwei waren mangelhaft. Bei diesen führten neben erhöhten Furanwerten und zugesetztem Eisendiphosphat auch noch PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen im Deckel zur Abwertung.

Quelle: Ökotest

19.01.2022 | Von: Dr. med. Sonja Kempinski | Foto: ElRoi/shutterstock.com

Sodbrennen nach dem Essen


Hinter häufigem Sodbrennen können auch Medikamente stecken.

Sodbrennen, Brennen im Rachen und saures Aufstoßen sind mögliche Anzeichen der sogenannten Refluxkrankheit. Mitunter verursachen oder verstärken bestimmte Medikamente den unangenehmen Übertritt von Säure aus dem Magen in die Speiseröhre.

Refluxkrankheit: Vielfältige Ursachen

Von einer Refluxkrankheit sprechen Ärzt*innen, wenn nach dem Essen regelmäßig Magensäure in die Speiseröhre zurückfließt. Aufstoßen, Sodbrennen oder Entzündungen der Speiseröhrenschleimhaut sind mögliche Folgen. Refluxbeschwerden treten zum Beispiel bei einer Verengung des Magenausgangs auf oder wenn der Verschlussmechanismus des unteren Speiseröhrenschließmuskels gestört ist. Häufiger Verzehr von fettreichen Speisen, regelmäßiger Nikotin-, Alkohol- und/oder starker Kaffeekonsum erhöhen das Risiko. Weitere begünstigende Faktoren sind Übergewicht oder die Druckbelastung durch die stark vergrößerte Gebärmutter im letzten Drittel einer Schwangerschaft. Darüber hinaus kommen bestimmte Medikamente als Auslöser in Betracht.

Medikamente können Reflux begünstigen

„Als Auslöser der Beschwerden können vor allem Arzneimittel in Frage kommen, die zu einer Entspannung des unteren Speiseröhrenschließmuskels führen und dadurch den Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre begünstigen“, erklärt Professor Dr. med. Stephan Miehlke vom Magen-Darm-Zentrum in Hamburg-Eppendorf. Dazu zählen zum Beispiel manche Rheumamittel, Psychopharmaka mit angstlösender Wirkung, Antibiotika sowie Medikamente zur Behandlung von Osteoporose, Eisenmangel, Bluthochdruck, koronarer Herzerkrankung, Asthma oder Harninkontinenz. Insbesondere Schmerzmittel, die zu den nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) gehören, können Entzündungen in der Speiseröhre hervorrufen. Hegen Ärzt*in oder Pateint*in den Verdacht, dass ein Medikament die Beschwerden auslöst oder verstärkt, kann oft auf ein besser verträglicheres Präparat ausgewichen werden. „Selbstverständlich sollten vom Arzt verschriebene Medikamente nicht einfach abgesetzt werden“, warnt Dr. Miehlke.

Quellen: Ärzteblatt

18.01.2022 | Von: Sandra Göbel | Foto: Dragana Gordic/Shutterstock.com

Erste Hilfe bei Nasenbluten


Trockene Luft reizt die Schleimhäute und führt zu Nasenbluten.

Gerade in der Winterzeit strapaziert die trockene, kalte Luft nicht nur die Gemüter, sondern auch die Nasenschleimhaut. Häufiges Nasenbluten ist dabei keine Seltenheit. Doch was tun, wenn das Blut läuft?

Ursachen für Nasenbluten

Meist ist Nasenbluten harmlos und auf eine geringe Raumluftfeuchtigkeit zurückzuführen, die ein Austrocken der Schleimhäute bedingt. Allerdings kann es auch als Nebenwirkung einiger Arzneimitteln, z.B. Blutgerinnungshemmer, Zytostatika oder Nasenspray, auftreten. Kommt es häufiger zu Nasenbluten, sollte man auch an eine zugrundeliegende Erkrankung denken. Beispielsweise begünstigen Gerinnungsstörungen, Diabetes, schwere Essstörungen und Bluthochdruck die Entstehung von Nasenbluten.

Blutung stoppen

Tritt Nasenbluten plötzlich auf, helfen einfache Maßnahmen, um die Blutung schnell zu stillen:

• Aufrecht hinsetzen und den Kopf nach vorne beugen, um zu vermieden, dass Blut in den Rachen gelangt

• Für etwa 5 – 10 Minuten die Nasen mit zwei Fingern zuhalten, d.h. die Nasenflügel an die Nasenscheidewand drücken (Abdrücken der blutenden Gefäße)

• Keinesfalls Taschentücher oder Ähnliches in die Nase stopfen, da die Wunde beim Entfernen dieser wieder aufreißen könnte

• Eine zusätzliche Kühlkompresse im Nacken verengt die Blutgefäße und fördert die Blutstillung

• Um eine erneute Blutung zu vermeiden, sollte man für einige Stunden das Schnäuzen der Nase unterlassen.

Falls das Nasenbluten länger als 20 Minuten (bei Kindern mehr als 10 Minuten) anhält, ist eine Ärzt*in aufzusuchen. Um Nasenbluten vorzubeugen, empfiehlt es sich regelmäßig an die frische Luft zu gehen, eine Raumluftfeuchtigkeit von mindestens 40% zu schaffen und trockene Nasenschleimhäute mithilfe von Nasenduschen, Nasenölen und Nasencremes zu pflegen.

Quelle: Deutsche Apothekerzeitung 2019

17.01.2022 | Von: Christina Winzig | Foto: 9nong/Shutterstock.com

Nahrungsergänzung im Blick: Silizium


Vollkorngetreide und Wurzelgemüse enthalten besonders viel Silizium.

Bei Silizium denken viele zuerst an Computer-Chips. Doch immer häufiger ist das Metall auch in Nahrungsergänzungsmitteln zu finden, um Nägel, Haar und Knochen zu stärken – was steckt dahinter?

Zweithäufigstes Element der Erde

Silizium ist überall: Als Bestandteil von Sand oder Stein bildet es endlose Wüsten- und Berglandschaften. Doch auch in Pflanzen, Tieren und Menschen ist das Metall reichlich vorhanden. Besonders Knochen, Zähne, Bindegewebe, Haut, Haare und Nägel enthalten große Mengen an Silizium. Doch ob es in diesem Geweben auch eine wichtige Funktion erfüllt oder sich nur durch Zufall dort anreichert, darüber diskutieren Wissenschaftler*innen noch immer. Vermutet wird, dass es wichtig für den Einbau von Kalzium in die Knochen und die Stabilität des Bindegewebes ist. Durch wissenschaftliche Studien ist das jedoch noch nicht bewiesen.

Wirkungen kaum erforscht

Doch sind Nahrungsergänzungsmitteln mit Silizium deshalb auch nutzlos? Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat die Studienlage zu dem Nahrungsergänzungsmittel unter die Lupe genommen. Die Ergebnisse waren ernüchternd: Weder für die Knochengesundheit noch die Stabilität von Nägeln, Haaren oder Bindegewebe sieht die EFSA einen Vorteil durch Silizium. Offen bleibt, ob sich diese Einschätzung durch weitere Studien ändert.

Bei Nahrungsergänzungsmitteln Höchstmengen beachten

Bis dahin gilt: Durch eine ausgewogene Ernährung nehmen Menschen vermutlich mehr als genug Silizium auf. Durch Erkenntnisse aus Tierversuchen schätzen Wissenschaftler*innen den täglichen Bedarf nämlich auf circa 5-10 Milligramm pro Tag. Durchschnittlich nimmt jeder Erwachsene jedoch 20-50 Milligramm - also mehr als das Vierfache der notwendigen Menge - auf. Wer trotzdem Nahrungsergänzungsmittel einnehmen möchte, sollte auf die Dosierung achten. Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt nämlich, nicht zu viel Silizium in Form von Nahrungsergänzungsmitteln aufzunehmen. Es hat deshalb Höchstmengen für die verschiedenen Formen des Siliziums festgelegt. Welche Form im einzelnen Produkt enthalten ist, lässt sich meist unter „Inhaltsstoffe“ auf der Rückseite der Verpackung nachlesen. Die Höchstmengen sind:

  • Siliziumdioxid (auch „Kieselerde“): maximal 350 Milligramm pro Tag
  • Kieselsäure (auch „Silicagel“): 100 Milligramm pro Tag
  • Cholin-stabilisiert Orthokieselsäure: 10 Milligramm pro Tag
  • Organisches Silizium (z.B Monomethylsilantriol): 10 Milligramm pro Tag

Quellen: Elmadfa und Leitzmann: Ernährung des Menschen, utb, 2019; Verbraucherzentrale; EFSA; BFR

14.01.2022 | Von: Marie Schläfer | Foto: SMDSS/Shutterstock.com

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